Höfisches Lager


Turniere waren mehr als Sportveranstaltungen der Ritter. Sie waren gesellschaftliche Großereignisse. Hier zeigte man seinen gesellschaftlichen Stand, traf Freunde, gab Feste und ließ es sich gut ergehen. Für die Dauer des Turnieres entstand eine kleine Stadt aus Zelten, die für die beschwerlich angereisten Gäste für eine kurze Zeit zum Lebensmittelpunkt wurde.

Nobilitas stellt Glanz und Vielfalt eines solchen höfischen Lagers um 1280 dar - während einer Veranstaltung wohnen und leben die Ritter mit ihrem Gefolge "wirklich" in den geräumigen historischen Zelten. Geschlafen wird in transportablen Betten, gemütlich und warm mit Leintüchern und Fellen, Kerzen und Öllampen tauchen das Lager bei Dunkelheit in ein wohliges Licht. Prächtige Gewänder und hunderte originalgetreu hergestellter Gegenstände lassen das Lager nicht als Kulisse erscheinen, sondern als historischen Ort lebendig werden.

Doch trotz allen Luxus' und üppiger Ausstattung waren doch die Verrichtungen des Alltags genauso Teil des Lagerlebens. Und so kann der Besucher, der im Laufe des Tages öfter mal das höfische Lager besucht, seine Bewohner bei den verschiedensten Tätigkeiten beobachten.

Dazu gehören neben Waffenübungen in voller Rüstung, (zu denen auch Zielübungen mit einem echten Katapult gehören) das Bauen und Reparieren von Alltagsgegenständen, das beschwerliche Wasser holen mit Holzeimern und Joch, das Kochen auf offenem Feuer, Musik, Tanz und historische Gesellschaftsspiele wie Schach, oder Cubbspel - einem sehr lustigen Kegelspiel aus Skandinavien.

Höhepunkt eines jeden Tages ist das große Festessen am Abend, das mehrere Gänge erlesener, mittelalterlicher Köstlichkeiten umfasst und von Darbietungen der Gaukler und Musikanten abgerundet wird.

Das höfische Lager von Nobilitas steht Besuchern jederzeit offen. In alle Zelte können ausgiebige Blicke geworfen werden, hunderte von Ausstattungsstücken - Waffen, Rüstungen, Kleidung, aber auch heute nicht mehr gebräuchliche Küchenutensilien oder Werkzeuge sind hier nicht als tote Gegenstände in einer Museumsvitrine zu bewundern, sondern können bei ihrer "Benutzung" erlebt werden.
Die Bewohner des höfischen Lagers beantworten dem wißbegierigen Besucher die drängenden Fragen nach dem Leben in dieser längst vergangenen Zeit und zeigen gern, was zum (höfischen) Leben alles dazugehörte. Und der Besucher kann die Antworten auf seine Fragen nicht nur hören, sondern mit allen Sinnen erleben...