Wer 2-3 mal im Jahr Markt halten durfte, wurde zum kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum und erhielt die Möglichkeiten, durch Steuern und Zölle auf die Marktwaren zu erheblichen Einnahmen zu kommen.
 Alles was zu verkaufen war, wurde feil geboten. Die ortsansässigen Handwerker öffneten die Verkaufsräume ihrer Werkstätten und verkauften ihre Erzeugnisse an Händler und kaufwilliges Volk. Händler brachten Waren, die vor Ort nicht hergestellt werden konnten oder aus weit entfernten Ländern stammten. In den Tavernen wurden an diesen Tagen Jahresumsätze gemacht, und fahrendes Volk fand sich zusammen, um vor großem Publikum zu musizieren, Narretei zu zeigen und mit dem gesammelten Ertrag die Zeit bis zum nächsten Markt in erreichbarer Nähe zu überbrücken.
Ein mittelalterlicher Handwerkermarkt von Nobilitas ist immer ein Gesamtkonzept mit mehreren unverzichtbaren Komponenten. Anders als beim historischen Vorbild, dürfen die Marktbesucher allen Handwerkern auf die Finger schauen.
Handwerker, Händler, Gaukler und Spielleute - alle auf dem Markt agierenden Personen haben langjährige Erfahrungen in diesem Bereich.
 Stände, Waren, Kleidung und Sprache geben ein in sich stimmiges Bild ab. Viele kennen sich untereinander und verstärken in Rollenspiel und Interaktion das Bild mittelalterlichen Markttreibens. Da dieses "Spiel" aber nicht nur unter uns bleibt, sondern immer wieder das Publikum mit einbezieht (sei es durch Feilschen und Handeln, sei es, daß ein harmloser Passant unversehens in einen Streit zwischen zwei Marktweibern hineingezogen wird ?), gelingt es uns, den Besuch einer anderen Zeit zu ermöglichen, die für jeden ihre ganz eigenen Reize und ganz eigenen Überraschungen bereit hält.
So entsteht ein Markttag im Gleichgewicht zwischen authentischer Darstellung und den Bedürfnissen des Publikums, zwischen lebendiger Geschichtsvermittlung und jeder Menge Spaß!
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