Die Turniergesellschaft
Ein höfisches Turnier war immer ein großes gesellschaftliches Ereignis, zu dem aus der Umgebung und auch aus weit entfernten Landstrichen Menschen zusammenkamen. Nicht nur die Ritter, ihre Knappen und Damen kamen, auch Adelige mit ihrem Gefolge, Händler, Bauern, Spielleute waren mit von der Partie. Jeder spielte seine Rolle: Händler bauten ihre Buden auf, Musiker und Gaukler unterhielten das Publikum, Knappen sorgten für die Pferde und pflegten die Rüstungen, Ehen wurden angebahnt. Pappenheim 2000, Foto: C. MollWar es dann Zeit für das eigentliche Turnier, war dies der große Auftritt des Herolds, der als Wappenkundiger alle Ritter identifizieren konnte und für die Einladung zum Turnier zuständig war. Seine Persuivanten bereiteten den Turnierplatz vor, während er mit den Damen die Helmschau abnahm. Alle Ritter, die am Turnier teilnehmen wollten, hatten ihre Schilde und Helme mit Wappen und Helmzier aufgereiht, und der Herold schritt mit den Damen die Reihen ab. Diese zeigten ihm an, welcher der Herren sich in Wort oder Tat gegen die Ehre der Frouwen vergangen hatte, und dieser Ritter konnte packen und heimfahren. Alle wahrhaft ritterlichen und höfischen Herren rüsteten nun auf zum Wettstreit.
Die Persevanten Der Herold: Herr Florian von Schauenburg Die Hofgesellschaft
Graf Heinrich von Drachenfels Graf Gerhard von Dietz Graf Albrecht von Hohenberg und Haigerloch Graf von Ziegenhain Markgraf Heinrich von Meissen Albrecht Marschall von Rappersvil Graf Ludwig von Rieneck (comitis luduvi di rineke)